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Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.01.2007 Beiträge: 13 Wohnort: Denkingen (Landkreis Tuttlingen)
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Verfasst am: 26.01.2007, 12:57 Titel: Tarantel |
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Taranteln werden umgangssprachlich Spinnentiere der nicht mehr verwendeten Gattung Tarentula genannt. Benannt wurde diese nach der italienischen Stadt Tarent, in der sie das erste Mal beschrieben wurden. Inzwischen wurden die Arten der Gattung Tarentula auf andere Gattungen aus der Familie der Wolfspinnen (Lycosidae) aufgeteilt. Die meisten Taranteln gehören den Gattungen Alopecosa und Hogna an. Sie sind weltweit verbreitet.
Vergiftungserscheinungen und auch die Tanzwut (Veitstanz) wurden früher dem Biss der "Taranteln" zugeschrieben (Tarantismus). In Wirklichkeit ist der sehr seltene Biss einer Tarantel für den Menschen zwar schmerzhaft, aber nicht tödlich. In Europa gibt es lediglich die Russische Tarantel Allohogna singoriensis und die Apulische Tarantel Lycosa tarentula, die neben dem lokal schmerzhaften Biss auch leichte Allgemeinbeschwerden verursachen können. Systemische Erscheinungen sind sehr selten und schwach. Der Grund, warum gerade Taranteln in dem Ruf stehen, den Tarantismus zu verursachen, dürfte darin zu sehen sein, dass sie in Süditalien sehr häufig und, wie auch die bei uns einheimischen Wolfsspinnen, gerade tagsüber im prallen Sonnenlicht häufig anzutreffen sind.
Auch die Entstehung der Tarantella, einem süditalienischen Volkstanz im 6/8-Takt, wurde mit dem Biss der Tarantel in Verbindung gebracht.
Eroberer, die Taranteln aus Südeuropa kannten, übertrugen diese Bezeichnung auf die für sie unbekannten großen Vogelspinnen der Neuen Welt. Im englischen Sprachraum ist tarantula darum für die Vogelspinnen (wie auch für die Tarantel) die geläufige Bezeichnung, die manchmal falsch mit Tarantel übersetzt wird.
Das Werbungsverhalten der Taranteln ist wie bei vielen Webspinnenarten sehr komplex.
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